Reichen Sie Bilder von Hautveränderungen ein und erhalten Sie innerhalb von 48h eine Antwort von Dermatolog*innen Ihrer Wahl.
Folgende Informationen finden Sie auf dieser Seite:

Was ist eine Nageldystrophie?
Der Begriff Nageldystrophie (auch Onychodystrophie genannt) bezeichnet verschiedene Veränderungen der Finger- oder Fussnägel, z. B. in Form, Farbe oder Festigkeit. Es handelt sich dabei nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern vielmehr um ein sichtbares Symptom, das auf eine Vielzahl zugrunde liegender Auslöser hinweisen kann. Je nach Ausprägung kann die Dystrophie rein kosmetisch auffallen, unangenehme Beschwerden verursachen oder auf ernsthafte Grunderkrankungen hindeuten. Zu den häufigsten Erscheinungsformen gehören Längsrillen, Splitterungen, Nagelverdickungen oder -verformungen sowie Verfärbungen.
Je nach Ursache und Verlauf können die Nagelveränderungen vorübergehend auftreten oder über längere Zeit bestehen (chronische Nageldystrophie).
Neben dem Begriff Nageldystrophie wird in der medizinischen Fachliteratur auch der Begriff Nageldysplasie verwendet. Nageldystrophien entstehen meist im Laufe des Lebens durch äussere Einflüsse oder Erkrankungen, während eine Nageldysplasie vor allem angeborene, deutlich ausgeprägte Nagelformveränderungen beschreibt.

Sie benötigen dringend eine Diagnose und Therapieempfehlung für Ihr Hautproblem?
Echte Ärztinnen und Ärzte aus Ihrer Umgebung
Symptome: Wie erkenne ich eine Nageldystrophie?
Die Symptome der Nageldystrophie variieren je nach Ursache stark. Typische Anzeichen sind:
- Längs- oder Querrillen
- Verdickungen oder Aufsplitterungen der Nagelplatte
- Brüchigkeit, Verfärbungen oder unregelmässige Form
- Ablösung des Nagels vom Nagelbett (Onycholyse)
- punktförmige Grübchen (z. B. bei Psoriasis)
Spezielle Formen zeigen charakteristische Erscheinungsbilder: Die mediane Nageldystrophie äussert sich z. B. durch zentrale Längsrillen, die sich seitlich verzweigen und optisch an einen Tannenbaum erinnern.
Begleitsymptome wie Schmerzen oder Druckempfindlichkeit treten meist dann auf, wenn zusätzlich eine Infektion oder mechanische Belastung besteht. Bei schweren Formen kann die Nagelplatte vollständig zerstört oder abgelöst werden.



Welche Ursachen und Auslöser gibt es?
Nageldystrophien entstehen durch eine Vielzahl von Auslösern. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
- Pilzinfektionen: Etwa 50 Prozent aller Nageldystrophien werden durch Pilze (Onychomykose) verursacht. Die Nägel werden dabei oft verdickt, brüchig und verfärbt.
- Verletzungen: Traumata der Nagelplatte oder Nagelwurzel, etwa durch Quetschungen, wiederholtes Stossen oder Nägelkauen, können zu dauerhaften Veränderungen führen.
- Hauterkrankungen: Krankheiten wie Psoriasis (Schuppenflechte) oder Entzündungen am Nagelrand (Paronychie) bzw. am Nagelbett (Panaritium) können Nagelveränderungen hervorrufen.
- Angeborene Störungen: Seltene genetische Erkrankungen können von Geburt an zu Nageldystrophien führen.
- Tumoren: Gutartige oder bösartige Tumoren im Bereich des Nagelapparats sind seltene, aber mögliche Ursachen.
- Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie Chemotherapeutika, können als Nebenwirkung Onychodystrophien verursachen.
- Systemische Erkrankungen: Stoffwechselstörungen, Autoimmunerkrankungen oder Infektionen können sich ebenfalls an den Nägeln manifestieren.
In vielen Fällen wirken mehrere dieser Faktoren gleichzeitig zusammen, was die Diagnose und Behandlung komplex machen kann.
Welche Körperregionen sind betroffen?
Nageldystrophien betreffen die Finger- und/oder Zehennägel, manchmal auch mehrere Nägel gleichzeitig. Die Lokalisation kann Hinweise auf die Ursache geben:
- Finger sind häufiger bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Psoriasis betroffen.
- Zehennägel sind eher durch mechanische Belastung oder Pilzinfektionen betroffen.
Wer ist betroffen?
Grundsätzlich kann jeder Mensch an einer Nageldystrophie erkranken. Bestimmte Personengruppen tragen jedoch ein erhöhtes Risiko:
- Menschen mit chronischen Hauterkrankungen
- Ältere Personen mit verlangsamtem Nagelwachstum oder Durchblutungsstörungen
- Immungeschwächte Patienten, z. B. während einer Chemotherapie
- Personen mit häufiger mechanischer Belastung der Nägel (z. B. Sportler*innen, manuell arbeitende Berufsgruppen wie Handwerker*innen)
Tipp:
Erfahren Sie mehr über Berufsdermatosen.
Wann sollte ich zum Hautarzt?
Eine ärztliche Abklärung sollte insbesondere dann erfolgen, wenn:
- sich die Nagelveränderungen plötzlich oder anhaltend zeigen
- mehrere Nägel betroffen sind
- Verfärbungen, Schmerzen oder Ablösungen auftreten
- der Verdacht auf eine Pilzinfektion besteht
- weitere Symptome wie Hautausschläge auftreten
- die Ursache der Nagelveränderung unklar ist
Da Nageldystrophien oft ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein können, ist es generell ratsam, Auffälligkeiten von einer Dermatologin oder einem Dermatologen abklären zu lassen.
Sie vermuten eine Nageldystrophie?
Lassen Sie Ihr Hautproblem jetzt schnell und diskret abklären.
Wie verläuft die Behandlung?
Die Behandlung der Nageldystrophie richtet sich in erster Linie nach der zugrunde liegenden Ursache. Eine rein oberflächliche Behandlung reicht meist nicht aus. Stattdessen ist ein individuell abgestimmtes Vorgehen erforderlich, das sowohl die Ursache angeht als auch unterstützende Massnahmen umfasst:
- Behandlung der Grunderkrankung: Wenn eine Haut- oder Systemerkrankung hinter der Nagelveränderung steckt, steht deren Therapie im Vordergrund. Bei Psoriasis oder Ekzemen kommen beispielsweise entzündungshemmende Mittel wie topische Kortikosteroide zum Einsatz. In schweren Fällen können auch systemische Immunsuppressiva oder Lichttherapie notwendig sein. Bei Nagelpilzinfektionen helfen Antimykotika, die entweder äusserlich (Nagellack, Cremes) oder innerlich (Tabletten) angewendet werden.
- Schonung und Schutz der Nägel: Oft tragen alltägliche Belastungen zur Verschlechterung bei. Deshalb sollten mechanische Reize möglichst vermieden werden (z. B. durch bequemes Schuhwerk, Handschuhe bei Arbeiten). Auch auf Nägelkauen und aggressive Maniküre sollte verzichtet werden.
- Pflegende Massnahmen: Gezielte Pflege kann das Nagelbild verbessern und die Regeneration unterstützen. Regelmässiges Einölen mit rückfettenden Substanzen hält die Nägel und Nagelhaut geschmeidig. Spezielle medizinische Nagellacke stärken die Nagelstruktur und bieten Schutz vor äusseren Einflüssen.
- Bei schweren Verläufen: In seltenen Fällen, etwa bei chronisch schmerzhaften oder massiv verdickten Nägeln, kann eine operative Entfernung des Nagels erwogen werden.
Da Fingernägel nur rund 1-3 mm pro Monat wachsen – Fussnägel oft noch langsamer –, kann es mehrere Monate dauern, bis erste sichtbare Erfolge auftreten. Eine konsequente, langfristige Therapie ist daher zentral für eine erfolgreiche Behandlung.
Ist eine digitale Diagnose bei Nageldystrophie möglich?
Viele Hauterkrankungen können Hautärzte und Hautärztinnen allein anhand von Fotos und Informationen zu den Symptomen erkennen. Wichtig: Digitale Blickdiagnosen sind nur mit guter Bildqualität möglich.
Autor: Dermatologe Dr. med. Max Tischler
Lesen Sie auch: Unguis Incarnatus, Fusspilz
Dieser Beitrag könnte Sie auch interessieren:
Anfrage direkt hier starten
Häufig gestellte Fragen
Wir haben hier die wichtigsten Informationen für Sie zusammen gestellt. Sollten Sie noch weitere Fragen haben, finden Sie sämtliche Antworten in den FAQs.
Die einmaligen Kosten belaufen sich auf CHF 55.- inkl. MWST. Sie erhalten von OnlineDoctor innerhalb von 48 Stunden eine fachärztliche Diagnose (oder Zweitmeinung) inkl. Handlungsempfehlung zu Ihrem Hautproblem. Falls der Hautarzt oder die Hautärztin Ihnen zusätzlich einen Besuch in der Praxis empfiehlt, sind der Besuch und die dort getätigte Beratung/Behandlung nicht in den Kosten inkludiert.
Mehr Informationen finden Sie in unseren FAQs.
OnlineDoctor arbeitet mit den grössten Krankenversicherungen in der Schweiz zusammen. Wenn Sie bei einer der folgenden Versicherungen krankenversichert sind, können Sie von vergünstigten Konditionen profitieren:
- CSS-Versicherte können die Dienstleistung zu vergünstigten Kosten wahrnehmen. Mit dem Code CSS49 erhalten Sie CHF 6.- Rabatt. Haben Sie eine ambulante Zusatzversicherung myFlex? Klasse, dann können Sie sich 90 % der Kosten des Online-Hautchecks von der CSS zurückerstatten lassen.
- Als Groupe Mutuel-Versicherte erhalten Sie mit dem Gutscheincode GM2022 einen Rabatt von CHF 6.-.
- Helsana-Versicherte mit einer PRIMEO Zusatzversicherung bekommen bei Vorlage der Rechnung 90 % der Kosten erstattet. Bitte vermerken Sie die Ziffern Q034997 und H03.13.01 auf der Rechnung.
- KPT-Versicherte erhalten mit dem Code KPT49 CHF 6.- Rabatt.
- Sanitas-Versicherte erhalten mit dem Code SANITAS2023 ebenfalls CHF 6.- Rabatt.
- SWICA-Versicherte erhalten mit dem Code SWICA22 ebenfalls CHF 6.- Rabatt.
- Sympany-Versicherte mit einer ambulanten Zusatzversicherung (plus oder premium) erhalten gegen Vorlage der Rechnung CHF 11.- zurückerstattet.
- Visana-Versicherte erhalten beim Online-Hautcheck mit dem Code VISANA49 ebenfalls einen Rabatt von CHF 6.-.
- ÖKK-Versicherte erhalten den Online-Hautcheck ebenfalls günstiger. Mit dem Code OEKK49 erhalten Sie CHF 6.- Rabatt. Der Rabattcode muss direkt bei der Bestellung eingeben werden. Weitere Kosten werden nicht übernommen.
Bei OnlineDoctor erhalten Sie fachärztliche Hilfe bei Hautproblemen jeder Art. Hier nur einige Beispiele:
- Ausschlag
- Neurodermitis
- Schuppenflechte
- Abszesse
- Ekzeme im Gesicht
- Akne
- Allergische Reaktionen
- Geschlechtskrankheiten ( Krätze, Feigwarzen, Chlamydien,…)
- Warzen
- Altersflecken
- Hautkrebs
- Pilzinfektionen
- Hagelkörner
- Gürtelrose
- Insektenstiche
- uvm.
Folgende untenstehende Apotheken bieten Ihnen einen Hautcheck in Kooperation mit OnlineDoctor an. Mit Klick auf den jeweiligen Link können Sie auf der Seite unserer Partner herausfinden, in welchen Apotheken Sie eine Diagnose und fachärztliche Therapieempfehlungen für ein Hautproblem erhalten.
Sobald Sie die E-Mail mit dem Download-Link zu Ihrer Handlungsempfehlung erhalten haben, kann die Rechnung direkt unterhalb der ärztlichen Beurteilung heruntergeladen werden.

