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Fusspilz

Was ist Fusspilz?

Bei einem Fusspilz handelt es sich um keine spezielle Pilzart, die nur die Füsse befällt, sie sind jedoch die am häufigsten betroffene Körperregion. Pilze mögen es feucht und warm. Diese Umstände sind in Schuhen und Socken oft gegeben. Sie können jedoch auch andere Hautregionen besiedeln.

Ein Fusspilz ist eine chronische Pilzinfektion der Zehenzwischenräume und Fusssohlen, welche sich in schweren Fällen auch auf den Fussrücken ausbreitet. Meist handelt es sich um Dermatophyten, auch Fadenpilze genannt. Selten kommen aber auch Schimmelpilze oder Hefepilze in Frage.

Es handelt sich um eine weit verbreitete Erkrankung – jeder dritte bis sechste Mensch hat im Laufe seines Lebens eine Pilzinfektion an den Füssen. Entsprechend hoch ist die Gefahr, sich mit dem Pilz anzustecken. Dies geschieht zum Beispiel beim Barfusslaufen in Schwimmbädern. Im Alter steigt die Rate der Infektionen und Männer sind häufiger betroffen als Frauen. 

Welche Ursachen hat er?

Fadenpilze verfügen über spezielle Mechanismen, durch welche sie den Säureschutzmantel der Haut überwinden können. Auf diese Weise heften sie sich an die Hautzellen an und befallen die oberste Schicht der Haut. Dies geschieht jedoch nur, wenn das Immunsystem geschwächt oder die Haut beschädigt ist, denn dann sind die Schutzmechanismen der Haut nicht mehr in der Lage die Pilzsporen abzuwehren. 

Wodurch wird er ausgelöst?

Die Ansteckung erfolgt durch kleine, mit Pilzerregern infizierte Hautschüppchen, die von der betroffenen Person abgeworfen werden und von einer anderen Person über die Haut aufgenommen werden. Man kann sich theoretisch also überall anstecken, besonders dort, wo sich viele Menschen Barfuss aufhalten wie z. B. im Schwimmbad oder aber auch in der Umkleidekabine der Sporthalle.

Was sind die Symptome?

Im Anfangsstadium ist der Fusspilz kaum zu erkennen. Je tiefer er jedoch in die Haut eindringt, desto deutlicher wird er auch nach aussen sichtbar. Oft wird zunächst ein starker Juckreiz zwischen den Zehen bemerkt. Die Haut nässt und beginnt einzureißen. Anschliessend entsteht eine ausgeprägte Schuppung der Haut. Unter den Schuppen kann man gereizte, rote Haut erkennen, welche wie aufgeweicht erscheint.

Bei einem unbehandelten Fusspilz lösen sich im Laufe der Zeit immer grössere Schuppen ab, der Rand der betroffenen Hautflächen tritt etwas dunkler hervor und es bilden sich kleine Bläschen oder Pusteln. 


Es gibt ebenfalls eine spezielle Form, welche insbesondere die Fusssohlen befällt und sich auch auf den Kanten und Rücken des Fusses ausbreitet. Sie wird Mokassin-Mykose genannt. Symptome sind hier feine und trockene Schuppen auf entzündeter Haut. Es bilden sich dicke Hornhautschichten und schmerzende Hautrisse, vor allem an den Fersen. Diese Art wird häufig mit zu trockener Haut verwechselt. 

Welche Hautregionen sind betroffen?

Die Füsse, besonders die Zwischenräume der Zehen sind betroffen. Es besteht jedoch zusätzlich die Gefahr, dass der Pilz sich auf weitere Körperregionen ausbreitet. Durch Kratzen kann er zum Beispiel auf die Nägel gelangen, wodurch Nagelpilz entsteht. 

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Wie verläuft die Behandlung?

Die Behandlung sollte bei einem Fusspilz rechtzeitig begonnen werden. Wenn dies geschieht, gestaltet sich die Therapie als unkompliziert und die Infektion heilt rückstandslos aus.

Vom Hautarzt bzw. der Hautärztin werden im Falle einer Pilzinfektion pilzabtötende Mittel verschrieben, sogenannte Antimykotika. Sie wirken auf zwei verschiedenen weisen: Die einen haben eine fungizide Wirkung, das heisst sie töten die vorhandenen Pilze ab. Die anderen haben eine fungistatische Wirkung und hemmen die Vermehrung der Pilze. Die Antipilzmittel werden entweder äusserlich, als Cremes, Salben, Sprays, Puder oder Gels aufgetragen oder seltener als Tabletten eingenommen. Ist die Pilzerkrankung noch nicht weit fortgeschritten genügt meist die äusserliche Therapie.

Bei einem fortgeschritteneren und grossflächigem Pilzbefall kann zusätzlich die Einnahme von Tabletten erforderlich sein. Somit wird der Pilz auch von innen bekämpft.
Eine Pilzbehandlung kann mehrere Wochen andauern, denn auch nachdem die Symptome verschwunden sind, sollte die Behandlung für einige Wochen fortgesetzt werden. Halten Sie sich bei der Einnahme der Präparate an die Empfehlungen Ihres Hautarztes/ihrer Hautärztin und führen Sie die Einnahme regelmässig durch, um das beste Ergebnis zu erzielen. 

Warum die Behandlung wichtig ist 

Ohne Behandlung kann sich die Hautkrankheit verschlimmern und einen chronischen Verlauf nehmen. Durch die Risse und Wunden in der Haut, die durch den Pilz auftauchen können, zudem Bakterien in die Haut gelangen. Als Folge kann Wundrose entstehen, welche mit Antibiotika behandelt werden muss. Hautpilz ist ansteckend, das heisst je länger die Infektion andauert, desto eher infiziert man andere Menschen. 

Autor: Dermatologe Dr. med. Max Tischler

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