+

Juckreiz

Was hinter Juckreiz stecken kann, wie Sie ihn loswerden und wann Sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen sollten, erfahren Sie hier.

Juckreiz (Pruritus)

Jucken (Pruritus) ist äusserst belastend und geht mit einem starken Verlangen nach Kratzen, Scheuern oder Reiben einher. Dabei ist Juckreiz ein Symptom bei einer Vielzahl von Krankheiten. Wenn das Jucken zusammen mit Hautveränderungen auftritt, können Diagnosen von Ärzten und Ärztinnen schnell getroffen und die Erkrankung behandelt werden.

Was steckt hinter dem Juckreiz?

Über 100 verschiedene Ursachen stehen in Verbindung mit Juckreiz. Nicht immer lässt sich der Grund dafür auf einen Blick erkennen, denn Jucken kann auch ohne eine Hautveränderung auftreten. Teilweise liegt dem Jucken eine harmlose Ursache, wie beispielsweise ein ungefährlicher Insektenstich zugrunde. In anderen Fällen kann eine Juckempfindung ein Symptom verschiedenster Krankheiten darstellen und wiederum kann es auch die Nebenwirkung einiger Medikamente sein. Hautärzten und Hautärztinnen behandeln Juckreiz häufig im Zusammenhang mit Allergien (z.B. Nahrungsmittelallergien, Sonnenallergie), Insektenstichen und Parasitenbefall sowie verschiedenen Hautkrankheiten bspw. Neurodermitis, Schuppenflechte, Nesselsucht, Windpocken, Gürtelrose und Hautinfektionen (z.B. Fußpilz). 

Wo leiden Sie an Juckreiz?

Je nachdem, wo der Juckreiz auftritt, grenzt dies die mögliche Erkrankung ein. 

Wie leiden Betroffene unter Juckreiz?

Juckreiz kann eine quälende Belastung für Betroffene darstellen und wirkt sich nicht selten auf die Lebensqualität aus. Häufig führt nächtlicher Juckreiz zu Schlafstörungen. Die daraus resultierende Müdigkeit führt zu einer verminderten Leistungsfähigkeit und Antriebslosigkeit. Insbesondere chronischer Juckreiz birgt darüber hinaus eine psychische Krankheitslast und kann zu Depressionen führen. Das ständige Jucken bringt viele Betroffene dazu, sich durch Kratzen Linderung verschaffen zu wollen. Dabei besteht die Gefahr von Hautverletzungen und Infektionen.  

Was hilft bei Juckreiz?

Ist Ihnen die Ursache des Juckreizes nicht bekannt und klingt das Jucken nicht innerhalb weniger Tage ab, sollten Sie dieses ärztlich abklären lassen. Zunächst gilt es die Ursache herauszufinden, anschliessend kann dann das Jucken behandelt werden. Auch Hautauffälligkeiten, die zusammen mit dem Jucken auftreten, sollten Sie untersuchen lassen.  

Welche Therapie empfehlen Ärzte und Ärztinnen bei Juckreiz?

Je nach Ursache empfehlen Ärzte oder Ärztinnen häufig fetthaltige oder zinkhaltige Cremes und Salben. Zur kurzfristigen Linderung können diese Salben Menthol, Kampfer, Lidocain, Polidocanol oder Kortison enthalten. Dadurch werden Juckreiz- und schmerzvermittelnde Nervenfasern der Haut kurzfristig beruhigt oder betäubt. Auch bestimmte Antihistaminika zur äusseren oder inneren Anwendung können verschrieben werden. 

Welche Hausmittel können Sie selbst einsetzen?

Neben Salben und Medikamenten können auch einige Hausmittel das Jucken lindern. Empfohlen werden kühle Umschläge und Kühlkompressen sowie Umschläge mit schwarzem Tee. Nutzen Sie milde Pflegeprodukte für die Haut und meiden Sie heisse Bäder oder Duschen. Tragen Sie Kleidung aus glatten, luftdurchlässigen Stoffen und waschen Sie diese mit Kleidungswaschmittel für empfindliche Haut.  

Sie leiden unter Juckreiz?

Finden Sie die richtige Behandlung!

Covid-19 und Juckreiz

Ist Juckreiz ein Symptom von Corona?

Nicht nur Halsschmerzen, Husten und Abgeschlagenheit sind typische Symptome von Covid. Auch einige Hautauffälligkeiten, welche häufig von einem starken Juckreiz begleitet werden, können bei einer Infektion mit dem Covidvirus SARS-CoV-2 auftreten. Diese Hautausschläge ähneln grösstenteils den sogenannten Frostbeulen. Näheres zu diesem Thema finden Sie auf der Seite der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) 

Juckende Hautausschläge durch die Covid-Impfung

Insbesondere nach der zweiten Covid-Impfung, dem Booster, trat vermehrt ein stark juckender Hautauschlag als Reaktion auf den Impfstoff auf. Experten gehen davon aus, dass der Ausbruch von Urtikaria, auch als Nesselfieber bekannt, auf eine starke Immunantwort zurückgeführt werden kann. Bei Nesselfieber handelt es sich um eine unangenehmen Hautauschlag, welcher jedoch harmlos sei. Ärzte oder Ärztinnen können Medikamente zur Linderung der Symptome verschreiben.