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Feigwarzen

Was sind Feigwarzen?

Feigwarzen sind Wucherungen der Haut bzw. der Schleimhaut. Sie können stecknadel- oder mehrere Zentimeter gross werden. Sie zählen zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Dabei handelt es sich um Wucherungen im Intimbereich, welche den Anal- und Genitalbereich befallen können.  Feigwarzen werden in den meisten Fällen sexuell übertragen, genauso wie die Krätze und Chlamydien. 

Welche Ursachen haben sie?

Feigwarzen entstehen durch Infektionen mit dem Humanen Papillomavirus (HPV). Es gibt knapp 200 verschiedene Virustypen von HPV, einige sind an der Entstehung von Krebserkrankungen im Intimbereich, wie Gebärmutterhals- oder Analkrebs beteiligt. In Zellen von Feigwarzen lassen sich diese Art von Viren allerdings seltener finden und weisen erst nach einem längeren Bestehen ein erhöhtes Entartungsrisiko auf.

Wodurch werden sie ausgelöst?

Feigwarzen sind sehr ansteckend und werden durch engen Körperkontakt übertragen. Dabei reicht der einmalige Hautkontakt aus. Dies geschieht meistens beim Geschlechtsverkehr, weswegen sie zu den Geschlechtskrankheiten gezählt werden. Seltener erfolgt die Übertragung über gemeinsam benutzte Textilien wie Handtücher oder beim Baden.

Nach einer Übertragung nisten sich die Papillomaviren in den obersten Hautschichten ein. In der Regel auf den Schamlippen, der Scheide, dem Penis und am After. Sie entstehen jedoch nicht zwingend, ihr Auftreten wird wahrscheinlicher, wenn ein geschwächtes Immunsystem und Risse oder Entzündungen auf der Haut vorliegen. Die Inkubationszeit nach der Ansteckung mit dem Virus beträgt vier bis acht Monate, erst dann bilden sich die Wucherungen aus. 

Was sind die Symptome?

Die Wucherungen sind bräunlich oder rötlich verfärbt, weisen meist eine Warzen-ähnliche zerklüftete Oberfläche auf und können spitz nach oben ragen. Die Feigwarzen treten meist gruppiert auf. Sie verursachen in der Regel keine Beschwerden, nur selten führen sie zu kleinen, blutigen Rissen in der Haut, Juckreiz oder Brennen. Bleiben die Warzen jedoch unbehandelt können die Wucherungen zu großen, blumenkohlartigen Gewächsen heranwachsen. 

Welche Hautregionen sind betroffen?

Am häufigsten treten Wucherungen im Anal- und Genitalbereich auf. Die Warzen verbreiten sich an feuchtwarmen Körperregionen, weswegen sie in seltenen Fällen auch den Mundinnenraum, den Nabel oder die Achselhöhle befallen können. 

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Wie werden sie behandelt?

Für die Behandlung sind verschiedene Methoden denkbar. Die zum Einsatz kommende Methode wird mit dem behandelnden Arzt bzw. der Ärztin besprochen. 

Medikamentöse Behandlung 

Zur Bekämpfung stehen eine Reihe von äusserlich anwendbaren Medikamenten in Form von Salben, Cremes oder Lösungen zur Verfügung. Sie werden direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen, je nach Wirkstoff entweder vom Arzt oder vom Patienten selbst. Eine regelmässige Anwendung ist hierbei entscheidend für den Erfolg der Behandlung. 

Operative Entfernung 

Bei behandlungsresistenten, sehr großen oder sehr vielen Feigwarzen werden diese mit Hilfe einer örtlichen oder allgemeinen Narkose operativ entfernt. Mögliche Methoden sind die Abtragung mittels scharfer Löffel, die Verbrennung mit dem elektrischen Skalpell oder auch die Lasertherapie.  

Warzen vereisen 

Die Vereisung der Warzen kann ebenfalls als Methode zum Einsatz kommen, welche von einem Facharzt durchgeführt wird. Bei der Anwendung wird flüssiger Stickstoff mit Hilfe eines Stäbchens oder Sprays auf die Warzen aufgetragen. Das Gewebe friert ein und stirbt ab. Die Methode ist schnell durchführbar und kann auch bei Schwangeren angewendet werden. Auch bei dieser Methode können sich nach einiger Zeit neue Warzen bilden. 

Prognose nach der Behandlung 

Papillomaviren werden sehr selten vollständig beseitigt, eine garantierte Heilung gibt es daher nicht. Die Wucherungen können nach ihrem Verschwinden immer wieder entstehen, bei den meisten Menschen innerhalb von sechs Monaten. Regelmässige Kontrolluntersuchungen sollten daher einer erfolgreichen Behandlung folgen. Auch sollte der Partner oder die Partnerin immer mituntersucht werden, um einen Ping-Pong-Effekt zu vermeiden. 

Autor: Dermatologe Dr. med. Max Tischler

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