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Was ist ein Hämangiom?
Ein Hämangiom – umgangssprachlich auch Blutschwämmchen oder Erdbeerfleck genannt – ist eine gutartige Wucherung der Blutgefässe in der Haut oder im Unterhautgewebe. Besonders häufig tritt es bei Säuglingen und Kleinkindern auf, weshalb man auch von Säuglingshämangiomen oder infantilen Hämangiomen spricht.
Typischerweise äussert es sich durch eine weiche, rote bis blaurote Erhebung auf der Haut, die sich bereits in den ersten Lebenswochen bildet.
Bei einem Hämangiom handelt es sich um Gefässneubildungen, die in der Regel harmlos sind und sich oft von selbst zurückbilden. Es gibt jedoch verschiedene Formen, die sich in ihrem Erscheinungsbild, ihrem Verlauf und ihrer Behandlungsnotwendigkeit unterscheiden können.

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Was sind die Symptome?
Hämangiome zeigen sich in unterschiedlichen Ausprägungen, können jedoch durch folgende Merkmale charakterisiert werden:
- Farbe: leuchtend rot bei oberflächlichen Hämangiomen (kapilläre Form), bläulich bei tieferliegenden Varianten (kavernöse Form)
- Form: rund oder unregelmässig geformt
- Grösse: wenige Millimeter bis mehrere Zentimeter
- Beschaffenheit: weich, prall-elastisch, meist schmerzlos
- Wachstum: häufig schnelles Wachstum in den ersten Lebensmonaten (Proliferationsphase), später Stabilisierung und Rückbildung (Involutionsphase)
Ein oberflächliches Blutschwämmchen ähnelt oft einem roten Fleck oder Knoten auf der Haut und kann leicht erhöht sein. Tieferliegende Formen erscheinen eher bläulich und wirken wie Schwellungen unter der Haut. In seltenen Fällen kann ein Hämangiom bluten, verkrusten oder sich entzünden, insbesondere bei mechanischer Reizung.


Welche Ursachen und Auslöser gibt es?
Ein Hämangiom entsteht meist bereits während der Schwangerschaft: In der embryonalen und fetalen Entwicklung kommt es zu einer Fehlsteuerung bei der Bildung der Blutgefässe. Die genauen Ursachen für die Entstehung eines Hämangioms sind noch nicht abschliessend geklärt. Einige Faktoren scheinen das Risiko zu erhöhen:
- Frühgeburt (insbesondere vor der 36. Schwangerschaftswoche)
- Geringes Geburtsgewicht (unter 1500 g)
- Mehrlingsschwangerschaft
Es wird vermutet, dass eine genetische Komponente an der Entstehung der Blutschwämmchen beteiligt sein könnte. Ein familiärer Zusammenhang ist jedoch bisher nicht eindeutig belegt.
Welche Hautregionen sind betroffen?
Hämangiome können grundsätzlich überall am Körper auftreten. Besonders häufig sind folgende Regionen betroffen:
- Gesicht (Stirn, Wangen, Lippen, Augenlider), Kopf- und Halsregion
- Rumpf
- Arme, Beine
Tieferliegende Hämangiome können auch im Bereich innerer Organe oder in Knochen entstehen (z. B. in der Leber oder in der Wirbelsäule). Die meisten Hämangiome beschränken sich allerdings auf die Haut. Je nach Lokalisation können Funktion und Entwicklung bestimmter Organe beeinträchtigt werden, z. B. bei Wucherungen im Bereich der Augen, Nase oder Atemwege.
Wer ist betroffen?
Hämangiome treten vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern auf. Rund 4 bis 10 Prozent der Neugeborenen entwickeln im Laufe der ersten Lebenswochen ein Hämangiom. Mädchen sind dabei rund dreimal so häufig betroffen wie Jungen.
Bei Erwachsenen sind Blutschwämmchen deutlich seltener. Wenn sie auftreten, handelt es sich meist um sogenannte kavernöse Hämangiome, die tiefer im Gewebe liegen und seltener von selbst verschwinden. Diese Form ist medizinisch abzugrenzen vom klassischen Säuglingshämangiom.
Wann sollte ich zum Hautarzt?
Ein Hämangiom sollte insbesondere dann fachärztlich abgeklärt werden, wenn:
- Es sehr schnell wächst
- Es sich an einer ungünstigen Stelle befindet (z. B. am Auge, an den Lippen, in der Nähe der Atemwege oder im Genitalbereich)
- Es blutet, nässt oder sich entzündet
- Es Schmerzen verursacht oder das Kind in seiner Entwicklung beeinträchtigt
Wichtig: Hämangiome sind gutartige Tumore und werden nicht bösartig. Dennoch können sie in seltenen Fällen mit anderen, bösartigen Gefässtumoren verwechselt werden. Bei Unsicherheiten sollte daher immer eine fachärztliche Abklärung erfolgen, um eine sichere Diagnose zu gewährleisten.
Hautärzte und Hautärztinnen können ein Hämangiom in der Regel per Blickdiagnose diagnostizieren. Bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT kommen nur in seltenen Fällen, bei unklarer Lage oder Ausdehnung zum Einsatz.
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Wie wird ein Blutschwämmchen behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach Grösse, Lage und Verlauf des Hämangioms:
- Medikamentöse Behandlung: Bei schnell wachsenden oder problematisch gelegenen Hämangiomen kann eine Therapie mit sogenannten Betablockern (z. B. Propranolol) erfolgen. Diese Medikamente hemmen das Wachstum und fördern die Rückbildung.
- Lasertherapie: Kann bei oberflächlichen Hämangiomen zur Verbesserung des Hautbildes eingesetzt werden.
- Chirurgische Entfernung: Nur in Ausnahmefällen nötig, z. B. bei therapieresistenten oder komplizierten Hämangiomen.
Die Entscheidung für eine Behandlung wird individuell getroffen und hängt davon ab, ob das Hämangiom kosmetisch oder funktionell stört, Komplikationen auftreten oder ein erhöhtes Risiko für Folgeschäden besteht.
Die Prognose bei Blutschwämmchen ist in den meisten Fällen sehr gut. Vor allem oberflächliche Hämangiome bei Babys bilden sich bis zum Schulalter häufig zurück. Auch bei tieferliegenden oder grösser angelegten Hämangiomen lassen sich Komplikationen durch eine frühzeitige medizinische Abklärung und gezielte Behandlung vermeiden.
Ist eine digitale Diagnose bei einem Hämangiom möglich?
Viele Hauterkrankungen können Hautärzte und Hautärztinnen allein anhand von Fotos und Informationen zu den Symptomen erkennen. Wichtig: Digitale Blickdiagnosen sind nur mit guter Bildqualität möglich.
Autor: Dermatologe Dr. med. Max Tischler
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