Sonnenallergie

Auf einen Blick

  • Bei einer Sonnenallergie reagiert die Haut überempfindlich auf UV-Strahlung.
  • Typische Symptome sind juckende Hautrötungen und Bläschen an den betroffenen Hautstellen, auch Schwellungen sind möglich.
  • Häufig betroffene Körperregionen sind Arme und Hände, Dekolleté und Beine.
  • Wird das Sonnenlicht gemieden, klingt der Ausschlag meist von selbst wieder ab, akute Beschwerden können auch mit milden Kortisoncremes und Antihistaminika gelindert werden.

Was ist eine Sonnenallergie?

Bei einer Sonnenallergie (Polymorphe Lichtdermatose) handelt es sich um keine Allergie im klassischen Sinne. Es handelt sich – anders als bei einem Sonnenbrand – um eine Überempfindlichkeit auf UV-Strahlung, bei welcher der Schutzmechanismus der Haut beeinträchtigt ist.

Ungefähr 10 bis 20 Prozent der Westeuropäer*innen leiden unter einer Form der Polymorphen Lichtdermatose. Bei den meisten Betroffenen handelt es sich um Frauen. Es gilt, wie bei der Entstehung von Sonnenbrand auch: je heller die Haut, desto anfälliger ist jemand für eine Polymorphe Lichtdermatose.

Dr. Max Tischler rät: Wer bereits leichte Symptome einer Sonnenallergie aufweist, sollte einen Dermatologen oder eine Dermatologin kontaktieren. Bereits bei leichten Befunden kann meist mit einfachen Mitteln wie bspw. dem richtigen UV-Schutz oder der richtigen Galenik geholfen werden.

Welche Ursachen hat sie?

Die Ursachen für den gestörten Schutzmechanismus bei einem Kontakt der Haut mit UV-Strahlung sind nicht abschliessend geklärt. Es werden Allergene oder aggressive Sauerstoffverbindungen, sog. “frei Radikale” vermutet, welche Hautzellen schädigen und sogar das Risiko für Hautkrebs erhöhen können.

Wodurch wird sie ausgelöst?

Anders als bei einem Sonnenbrand, der durch UV-B Strahlung ausgelöst wird, reagiert die Haut bei einer Polymorphen Lichtdermatose vermehrt auf UV-A Strahlen, seltener auf UV-B Strahlung. 

Es werden unterschiedliche Formen beschrieben, die als Auslöser gelten.

 

Phototoxische Reaktion

  • Eine Wechselwirkung zwischen UV-A Strahlung, Zellen des Menschen und chemischen Stoffen, bspw. Medikamente oder Duftstoffe

Photoallergische Reaktion

  • Das Immunsystem reagiert unter Einfluss von UV-Strahlen unter Umständen allergisch auf bestimmte Stoffe wie zum Beispiel Kosmetika oder Medikamente

“Mallorca-Akne”

  • Reaktion der Haut auf die Kombination von UV-Licht und fetthaltiger Sonnencremes

Lichturtikaria

  • Symptome der Urtikaria (Nesselsucht), welche durch UV-Strahlung ausgelöst werden

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Was sind die Symptome?

Die Symptome bei einer Sonnenallergie können unterschiedlich sein. Häufig treten Juckreiz und Hautrötungen sowie Bläschen an den betroffenen Hautstellen auf, die der ultravioletten Strahlung ausgesetzt waren. Ausserdem können die entsprechenden Körperregionen Schwellungen aufweisen. Bei starken Beschwerden und/oder Schmerzen sollte ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. 

Welche Haut- bzw. Körperregionen sind betroffen?

Bei einer Sonnenallergie machen sich die Symptome meist an Armen, dem Dekolleté, Händen und Beinen bemerkbar, da diese Körperstellen meist nicht ausreichend bedeckt oder mit einem Lichtschutzfaktor (LSF) geschützt sind.

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Wie verläuft die Behandlung?

Die Symptome klingen oft nach mehreren Tagen ganz von alleine wieder ab.  Dazu ist es notwendig, dass währenddessen kein weiterer Aufenthalt in der prallen Sonne stattfindet. Im weiteren Verlauf innerhalb derselben, sonnenreichen Saison tritt meist eine Gewöhnung auf, weshalb die Symptome und Beschwerden zu Beginn der sonnigen Saison meist stärker sein können. Zur Vorbeugung sollte insbesondere bei Beginn der Sommersaison auf konsequenten Lichtschutz geachtet werden.

Auch eine schrittweise Gewöhnung der Haut mittels „Light-hardening“ beim Hautarzt/bei der Hautärztin kann den Verlauf einer polymorphen Lichtdermatose deutlich abmildern. 
Bei akuten Beschwerden können die Symptome ausserdem  mit milden Kortisoncremes und Antihistaminika behandelt werden.

Um den Symptomen vorzubeugen sollte der Aufenthalt in der Sonne möglichst gemieden werden. Ist dies nicht immer möglich, sollte Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor (LSF) verwendet werden und möglichst lange, den Körper bedeckende Kleidung, getragen werden.

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Autor: Dermatologe Dr. med. Max Tischler

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