Melanin-Hyperpigmentierung

Auf einen Blick

  • Eine Melanin-Hyperpigmentierung ist eine gutartige Hautveränderung, bei der es durch vermehrte Melaninablagerung zu braunen Hautflecken kommt.
  • Sie kann durch verschiedene Ursachen entstehen, z. B. UV-Strahlung, hormonelle Veränderungen, entzündliche Hauterkrankungen, bestimmte Medikamente, mechanische Reibung oder genetische Veranlagung.
  • Häufig betroffen sind Gesicht, Hals, Dekolleté, Rücken, Schultern, Handrücken, Beugeseiten von Armen und Beinen sowie Reibungszonen; auch im Intimbereich kann es zu Pigmentstörungen kommen.
  • Zur Behandlung werden – je nach Ursache – z. B. konsequenter UV-Schutz, topische Cremes, Lotionen oder Gele, seltener auch chemische Peelings oder Lasertherapie eingesetzt.

Was ist eine Melanin-Hyperpigmentierung?

Bei einer Melanin-Hyperpigmentierung handelt es sich um eine bräunliche, scharf oder unscharf begrenzte Verfärbung der Haut. Sie entsteht durch eine vermehrte Ablagerung des natürlichen Hautfarbstoffes Melanin. Anders als bei pigmentbildenden Tumoren wie Melanomen liegt hierbei keine bösartige Veränderung vor. Es handelt sich um eine gutartige Hautveränderung, die jedoch von Betroffenen als ästhetisch störend empfunden werden kann.

Zu den Melanin-Hyperpigmentierungen können verschiedene Formen der Pigmentstörungen zählen, z. B. Pigmentstörungen nach Entzündungen (PIH) oder hormonell bedingte Hyperpigmentierungen wie das Melasma. 

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Was sind die Symptome?

Die typischen Symptome einer Melanin-Hyperpigmentierung sind: 

  • Braune bis dunkelbraune Flecken auf der Haut 
  • Scharf oder unscharf begrenzte Areale 
  • Meist keine weiteren Beschwerden wie Juckreiz oder Schmerzen 
  • Kein Schälen der Haut, keine Rötung oder akute Entzündungszeichen 

Die Hautveränderung entwickelt sich in der Regel schleichend über Wochen bis Monate und bleibt oft über längere Zeit bestehen. 

Hyperpigmentierung im Gesicht einer Frau

Welche Ursachen und Auslöser gibt es?

Die Ursachen für eine Melanin-Hyperpigmentierung sind vielfältig. Sie entsteht aufgrund einer gesteigerten Melaninproduktion in der Oberhaut (epidermal) oder Einlagerungen in tiefere Hautschichten (dermal). Mögliche Auslöser sind:

  • Hormonelle Veränderungen (z.B. Schwangerschaft, Einnahme hormoneller Verhütungsmittel)
  • Bestimmte Medikamenteneinnahme, z.B. Chemotherapeutika, Psychopharmaka
  • UV-Strahlung, insbesondere bei bereits vorgeschädigter Haut 
  • Chronische Druck- oder Reibungsbelastung 
  • Genetische Veranlagung 

Oft wirken mehrere Faktoren zusammen und führen so zu der verstärkten Pigmentbildung. 

Sehr selten können auch bestimmte Mangelzustände (z. B. Vitamin-B12-Mangel) mit Pigmentveränderungen einhergehen. 

Welche Hautregionen sind betroffen?

Hyperpigmentierungen treten bevorzugt an Körperstellen auf, die einer höheren UV-Belastung oder mechanischen Reizung ausgesetzt sind. Besonders häufig betroffen sind: 

  • Gesicht (Wangen, Stirn, Oberlippe) 
  • Hals und Dekolleté 
  • Rücken und Schultern 
  • Handrücken 
  • Beugeseiten von Armen und Beinen 
  • Reibungszonen, z.B. Leisten, Achseln oder unterhalb der Brust 

Je nach Ursache können jedoch auch weniger exponierte Areale betroffen sein. Auch im Intimbereich kann es zu Pigmentstörungen kommen. 

Wer ist betroffen?

Melanin-Hyperpigmentierungen können jeden Menschen betreffen. Insgesamt handelt es sich um eine sehr häufige und weltweit verbreitete Hautveränderung. Zu den Risikogruppen zählen: 

  • Personen mit mittlerem bis dunklem Hauttyp 
  • Frauen (bei hormonell bedingter Hyperpigmentierung) 
  • Menschen mit chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen 
  • Personen, die regelmässig Medikamente einnehmen, die pigmentverändernd wirken können 
  • Menschen mit intensiver UV-Exposition, etwa durch Freizeit oder bestimmte Berufe (z. B. Beschäftigte im Baugewerbe)

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Wann sollte ich zum Hautarzt?

Eine Abklärung durch einen Dermatologen oder eine Dermatologin ist insbesondere dann wichtig, wenn: 

  • die Ursache unklar ist 
  • Pigmentflecken plötzlich auftreten oder sich schnell verändern 
  • neue, asymmetrische oder unregelmässig begrenzte Flecken hinzukommen 
  • Leidensdruck bzw. eine kosmetisch störende Ausprägung besteht 

In der Regel handelt es sich bei einer Melanin-Hyperpigmentierung um eine harmlose Veränderung. Eine fachärztliche Begutachtung ist jedoch generell ratsam, um andere Ursachen der Pigmentierung (z. B. bösartige Hautveränderungen) sicher auszuschliessen.

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Wie wird eine Melanin-Hyperpigmentierung behandelt?

Die Behandlung einer Melanin-Hyperpigmentierung ist oft langwierig. Meist können jedoch sichtbare Verbesserungen erzielt werden, wenn die verordnete Therapie konsequent angewandt und individuell angepasst wird. Verschiedene Möglichkeiten kommen infrage, abhängig von Ursache, Ausprägung und Hauttyp. Häufige, zentrale Massnahmen sind: 

  • UV-Schutz: Wichtig ist ein konsequenter Schutz vor UV-Strahlung, da Sonnenlicht die Pigmentbildung verstärken kann. In der Regel werden breitbandige Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens LSF 30) eingesetzt. Zusätzlich sollte die direkte Sonneneinstrahlung – insbesondere zur Mittagszeit – gemieden und schützende Kleidung oder Kopfbedeckungen getragen werden. 
  • Topische Therapien: Dermatologen und Dermatologinnen können verschiedene Cremes, Lotionen oder Gele verschreiben, deren Wirkstoffe die Pigmentbildung hemmen oder vorhandene Flecken aufhellen können. Sie werden üblicherweise über einen längeren Zeitraum angewandt. 
  • Dermatologische Verfahren: In manchen Fällen können verschiedene weitere Methoden zur Verbesserung der Pigmentstörung in Betracht gezogen werden, z. B. chemische Peelings oder Lasertherapien. Diese Behandlungen sollten jedoch individuell fachärztlich abgewogen werden, da bei falscher Anwendung das Risiko einer Verschlechterung der Pigmentierung besteht.

Ist eine digitale Diagnose bei Melanin-Hyperpigmentierung möglich?

Viele Hauterkrankungen können Hautärzte und Hautärztinnen allein anhand von Fotos und Informationen zu den Symptomen erkennen. Wichtig: Digitale Blickdiagnosen sind nur mit guter Bildqualität möglich.

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Autor: Dermatologe Dr. med. Max Tischler

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