Windpocken

Auf einen Blick

  • Windpocken sind eine hoch ansteckende Virusinfektion, die vor allem bei Kindern auftritt.
  • Die Krankheit äussert sich in kleinen roten Flecken und Bläschen auf der Haut, welche sich auf dem gesamten Körper ausbreiten können. Der Ausschlag juckt meist stark.
  • Im Normalfall werden nur die Symptome behandelt, zum Beispiel mit speziellen Gelen zum Auftragen auf die betroffenen Hautstellen.
  • Wer einmal an Windpocken erkrankt ist, ist für den Rest des Lebens immun.

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Was sind Windpocken?

Windpocken (Varizellen) sind eine Hauterkrankung, die durch das Windpockenvirus hervorgerufen wird. Es handelt sich um eine typische Kinderkrankheit, welche mit stark juckendem Hautausschlag einhergeht.  

Betroffen sind hauptsächlich Kinder unter 10 Jahren. Die Krankheit ist sehr ansteckend und tritt gehäuft im Winter und Frühjahr auf. Nach durchgemachter Infektion besteht lebenslange Immunität. 

Smartphone macht Foto von Arm

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Welche Ursachen haben Windpocken?

Ursächlich für die Windpocken ist das Varizella-Zoster-Virus. Es handelt sich um ein weltweit vorkommendes Virus, das beim Menschen bei Erstkontakt zu Windpocken führt. Reaktiviert sich das Virus nach durchgemachter Infektion viele Jahre später, kommt es zum Krankheitsbild der Gürtelrose. 

Wodurch werden Windpocken ausgelöst?

Bei den Windpocken handelt es sich um eine äusserst ansteckende Erkrankung. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion, also durch Berührung, Husten oder blosses Atmen (daher der Name „Windpocken“). Das Virus befindet sich im Inhalt frischer Bläschen auf der Haut und im Speichel 

Was sind die Symptome von Windpocken?

Die Inkubationszeit, also die Dauer zwischen Ansteckung und Symptombeginn, beträgt zwei Wochen. Zu Beginn können mildes Fieber und Kopfschmerzen auftreten. Anschliessend kommt es zur Ausbildung kleiner roter Flecken und Bläschen auf gerötetem Grund, die sich vom Kopf ausgehend über die gesamte Haut ausbreiten. Je nach Ausprägung können zwischen einigen wenigen und über hundert Bläschen auftreten. Im Verlauf trocknen die Bläschen, in welchen das Virus enthalten ist, ein, bilden Schorfkrusten und sind nicht mehr ansteckend. Jedoch können sich auch parallel noch neue Bläschen entwickeln, sodass ein ungleichmässiges Hautbild entsteht (auch „Sternenhimmel“ genannt). Der Ausschlag wird von starkem Juckreiz begleitet. Die Abheilung erfolgt narbenlos innerhalb von bis zu drei Wochen, wenn die Stellen nicht aufgekratzt werden. 

Bei Kindern ist der Verlauf in der Regel harmlos. Bei Neugeborenen oder Immungeschwächten (Leukämie, immunsuppressive Medikamente) kann eine Infektion gefährlich werden. Im Jugend- und Erwachsenenalter ist der Verlauf meist schwerer als bei Kindern. 

Welche Hautregionen sind betroffen?

Die ersten Windpocken zeigen sich überwiegend als rote Flecken oder Bläschen am Kopf und an der Mundschleimhaut (Gaumen, Wangen). Von dort aus breiten sie sich über den Hals und Stamm auf den restlichen Körper aus. Auch die Hand- und Fussflächen können mitbetroffen sein.  

Windpocken auf dem Rücken eines Kindes werden mit Creme betupft

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Wie werden Windpocken behandelt?

Bei Kindern haben die Windpocken häufig einen gutartigen Verlauf. Der Juckreiz kann jedoch äusserst quälend sein und Kratzen birgt das Risiko der Entzündung und Narbenbildung, sodass hier eine symptomlindernde Behandlung wichtig ist. 

Zur Therapie der Bläschen werden austrocknende Massnahmen, zum Beispiel mit Gerbstoffen oder zinkhaltigen Gelen und Tinkturen verwendet. Kühlende Körpermilch dient zur Linderung des Juckreizes. Im Krustenstadium können antiseptische Mittel sinnvoll sein. Bei kleinen Kindern empfiehlt sich das Tragen von Handschuhen als Schutz gegen das Kratzen. 

Ist die Mundhöhle betroffen, helfen heilungsfördernde Mundspüllösungen mit Dexpanthenol oder betäubende Wirkstoffe vor dem Essen.  

Bei Fieber sollte Bettruhe eingehalten und auf fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol zurückgegriffen werden. Aspirin wird allerdings nicht empfohlen, da es bei fieberhaften Infekten bei Kindern ein lebensgefährliches Reye-Syndrom auslösen kann. 

Virus-hemmende Medikamente werden nur bei Erwachsenen, Schwangeren und Immungeschwächten eingesetzt, um den Verlauf abzumindern und Komplikationen zu verhindern. 

Der beste Schutz vor Windpocken bietet die Impfung. Diese wird für Kleinkinder im Alter von einem Jahr empfohlen. Bei noch nicht erkrankten Kindern und Erwachsenen kann die Impfung auch nachgeholt werden. Wer einmal erkrankt ist, ist ein Leben lang immun. 

Bei den Windpocken handelt es sich um eine meldepflichtige Erkrankung. 

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