Augenringe – Was hilft bei dunklen Schatten unter den Augen?

Was tun gegen Augenringe?

Besorgniserregend oder harmlos? Was tun, wenn die dunklen Schatten oder Schwellungen unter den Augen nicht von selbst wieder weggehen? Erfahren Sie hier, was der Grund Ihrer Augenringe und Tränensäcke sein könnteund was Sie dagegen tun können.  

Was sind Augenringe?

Als Augenringe, in der Fachsprache auch Halonierung genannt, werden dunkle Ringe oder Schatten unter den Augen verstanden. Manchmal ist die Partie unter denAugenleicht eingesunken, das Gewebe unterhalb der Augen sowie die Augenlider können aber auch etwas anschwellen. Menschen mit einem blassen Hauttyp sind häufig besonders betroffen, da bei heller Haut die dunklen Schatten sichtbarer sind als bei einem gebräunten Gesicht.  

Schon gewusst?

Augenringe sollten Sie nicht mit Blutergüssen (Hämatomen) verwechseln. In beiden Fällen verändert sich die Hautfarbe und Schwellungen können auftreten. Die Ursachen unterscheiden sich jedoch. Ein deutliches Merkmal, dass es sich um einen Bluterguss handelt, ist die Schmerzempfindlichkeit der Stelle. Augenringe sind schmerzlos.  

Was sind die Ursachen für Augenringe?

Medizinisch gesehen gibt es keine eindeutige Erklärung dafür, weshalb manche Menschen zu Augenringen neigen und andere nicht. Mögliche Ursachen für Augenringe gibt es dagegen viele. Häufig sind sie harmlos und lassen sich beheben, aber auch durch ernstzunehmende gesundheitliche Ursachen können Augenringe entstehen. Wir haben Ihnen mögliche Ursachen und Auslöser aufgelistet:  

Genetische Veranlagung: Insbesondere bei hellhäutigen Menschen zeichnen sich häufig Augenringe ab. Oftmals besonders dann, wenn die Pigmentierung in der Augenregion besonders stark ist und sich deshalb dunkel abzeichnet. Da die Haut unter den Augen besonders dünn ist, können auch Blutgefässe durchscheinen.  

Lebensstil: Der Lebensstil hat ebenfalls einen Einfluss darauf, ob Augenringen auftreten. So kann Schlafmangel dazu führen, dass die Muskulatur um die Augen überlastet und stärker durchblutet ist. Da die Haut unter und um die Augen herum sehr dünn ist und nur wenig Unterfettgewebe besitzt, schimmern die Blutgefässe hindurch und erzielen eine bläulich-violette bis braune Färbung. Ähnlich verhält es sich bei langer Computerarbeit, da eine starke Beanspruchung der Augen zu erhöhtem Sauerstoffbedarf und somit zu einer stärkeren Durchblutung der Augenregion führt. Auch Rauchen kann Augenringe herbeiführen, da Nikotin dehydriert und die Hautalterung verstärkt, wodurch ebenfalls dunkle Schatten unter den Augen begünstigt werden.  

Auf einen Blick: Warum bekommt man Augenringe, wenn man zu wenige schläft?  

Schlafmangel führt dazu, dass das Gewebe um die Haut stärker durchblutet wird, um mit ausreichend Sauerstoff versorgt zu werden. Die Blutgefässe zeichnen sich dann unter der dünnen Haut ab.  

Ernährung: Die Ernährung hat grossen Einfluss auf unser Hautbild. So kann zum Beispiel ein Nährstoffmangelinsbesondere zu wenig Eisen, Zink oder Vitamin K im Körper zu Augenringen führen. Auch zu große Mengen an Satz führen oftmals zu Wassereinlagerungen im Körper. Davon können dann auch die die Regionen um die Augen betroffen sein, sodass es zu Tränensäcken kommt. Aber nicht nur Wassereinlagerungen auch ein Mangel an Flüssigkeit, eine sogenannte Dehydrierung, führt zu einem Sauerstoffmangel und dadurch zu Augenringen. Dabei ist wichtig zu wissen: Eine Dehydrierung entsteht nicht nur durch zu wenig Trinken, sondern auch durch Kaffeekonsum und Alkoholkonsum. 

Welche Vitamine und Mineralstoff sind gut bei Augenringen? Ein Nährstoffmangel, insb. durch Eisenmangel oder Zinkmangel sowie zu wenig Vitamin K, kann dunklen Schatten unter den Augen führen. Achten Sie also darauf ausreichend Eisen, Zink und Vitamin K aufzunehmen. Mit welchen Lebensmitteln Sie alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe für Ihre Haut abdecken, erfahren Sie in unserem Beitrag über die richtige Ernährung für eine schöne und gesunde Haut.  

Alter: Mit zunehmendem Alter verändert sich die Haut und wird zum Beispiel dünner. Dadurch scheinen auch unterhalb der Augen die Blutgefässe stärker durch 

Gewichtsverlust:Auch ein Gewichtsverlust kann für Augenringe verantwortlich sein, denn hierbei verschwindet das ohnehin wenige Fett unter der dünnen Haut um die Augen herum. Dadurch werden die Blutgefässe unter den Augen sichtbarer.  

Krankheiten: Auch eine Reihe von Krankheiten können Augenringe als Folge haben.  

Welche Krankheiten stehen in Verbindung mit Augenringen?

Augenringe können im Zusammenhang mit verschiedenen Krankheiten auftreten. So stehen die dunklen Schatten zum Beispiel mit Erkrankungen des Herzens, derNieren, derGefäße und derLeber in Verbindung. Ein Sauerstoffmangel kann ebenfalls zu Augenringen führen. Herz– und Blutkrankheiten beeinflussen oft auch den Sauerstoffgehalt des Blutes und des Gewebes. Eine Gewebeschwäche am Unterlid kann zu Tränensäcken führen, wodurch die Partie unter den Augen deutlich sichtbarer wird. Schwellungen der Augenpartie, insbesondere Lidschwellungen, sind auch bei allergischen Reaktionen möglich. Und wer unter Neurodermitis leidet, weist häufig eine doppelte Lidfalte und eine Überpigmentierung der Haut auf.  

Können Augenringe wieder verschwinden?

Je nach Ursache können Augenringe wieder verschwinden. Werden beispielsweise die ursächlichen Krankheiten behandelt, stehen die Chancen gut, dass sich auch der Bereich um die Augen erholt und der dunkle Schatten verschwindet. Führen Lebensstil bedingte Faktoren zu einer Veränderung der Augenpartie, kann bei der einer Anpassung dieser Ursachen auch von einer Besserung ausgegangen werden. Ist eine genetische Veranlagung oder auch das Alter für die Augenringe verantwortlich, müssen Sie allerdings davon ausgehen, dass diese nicht wieder verschwinden werden.   

Was kann man gegen Augenringe und Tränensäcke machen?

Um Augenringe vorzubeugen, können Sie einiges tun. Ein gesunder Lebensstil mit regelmässiger körperlicher Bewegung, genügend erholsamer Schlaf, ausreichend zu trinken, damit die Haut nicht austrocknet, wenig Alkohol und Nikotinverzicht, helfen Ihnen ohne dunkle Schatten aufzuwachen.  

Vor dem Schlafengehen sollte die empfindliche Gesichtshaut sanft und ohne Rubbeln abgeschminkt werden. Anschliessen hilft eine rückfettende Augencreme mit ausreichend Feuchtigkeit, da sie die zarte Haut an den Augen pflegt und schützt.  

Ideal ist es, wenn Sie in einem gut belüfteten Zimmer, eventuell mit erhöhtem Oberkörper schlafen. Nach dem Aufstehen können Sie kühle Kompressen für einige Minuten unter die geschlossenen Augen legen, um leichte Schwellungen und Ringe am Morgen zu lindern. Bei Aufenthalten in der Sonne ist ein guter, hautverträglicher UV-Lichtschutz und für die Augen eine geeignete Sonnenbrille unerlässlich. Da der Augenbereich so dünn und empfindlich ist, kann Sonneneinstrahlung zu frühzeitiger Hautalterung führen.  

Tipp

Sollten Sie nach einer langen Nacht mit Augenringen aufwachen, müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass Ihrem Körper, ausser Schlaf, etwas fehlt. In diesem Fall können Sie die dunklen Schatten ganz einfach mit einem flüssigen Concealer und Make-up überschminken. Achten Sie darauf, dass der Concealer etwas heller ist als das Make-up.

Können Hautärzt*innen Augenringe behandeln?

Ob Augenringe behandelt werden können, ist abhängig von der jeweiligen Ursache. Liegt eine organische Ursache vor, muss diese in jedem Fall medizinisch behandelt werden. Mit Besserung des Leidens sollten sich auch die Augenringe bessern.  

Bei Tränensäcken kommen häufig ästhetisch-chirurgische Eingriffe wie Lidstraffungen zum Einsatz. Dabei handelt es sich jedoch um Eingriffe, die zum Teil medizinisch nicht notwendig sind. In diesen Fällen erstatten Krankenkassen die Kosten in der Regel nicht.  

Tipp

Aufhellenden Cremes können oftmals Pigmentierungen etwas entgegenwirken. Viele Hautärztinnen und Hautärztebeschäftigen sich auch mit dem Bereich der kosmetischen Dermatologie und unterstützen Sie dabei, eine passende Creme zu finden.

Fazit

Dunkle Augenringe sind häufig ein sichtbares Zeichen dafür, dass der Körper erschöpft ist und Erholung braucht. Ausreichend Schlaf, genügend Flüssigkeit und eine gesunde Ernährung können oftmals Augenringe und auch Tränensäcke verhindern. Doch auch weitere Faktoren führen dazu, dass sich dunkle Schatten unter den Augen abzeichnen. So können einige Krankheiten die Ursache sein. Sollten Sie keine genetische Veranlagung wie beispielsweise helle Haut aufweisen, sich erholt fühlen und einen gesunden Lebensstiel führen, ist es ratsam einen Arzt oder eine Ärztin zu kontaktieren.  

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